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Hallo!
Ich muss morgen zum Zahnarzt und überlege, Ohrstöpsel zu tragen. Wenn im Unterkiefer gehohrt wird, ist das damit deutlich angenehmer. Auch den Sauger hört man weniger. Allerdings frage ich mich, ob man den Lärm am Ohr eher verschlimmert, wenn am Oberkiefer in Ohrnähe gebohrt wird und sich der Schall über den Knochen überträgt und nach außen durch die Ohrstöpsel der Schalldruck nicht abgebaut werden kann. Hat da jemand Erfahrung?
Grüße!
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Hallo Peter,
Ja ich hab hier Erfahrung mit. Hab einige Zahnarztbesuche mit bohren im Dezember hinter mir. Allerdings auch im Unterkiefer.
Ich hatte doppelten Gehörschutz, Ohrstöpsel und Bauarbeiter Gehörschutz von 3M. Das hat wirklich geholfen , und nicht wie ich befürchtet habe, das ganze noch verstärkt. Allerdings wars immer noch sehr laut, aber auch mit Hyperakusis erträglich für mich.
Was den Oberkiefer angeht: einfach ausprobieren.
Alles Gute!
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Hm manche Dinge kann man nur einmal ausprobieren.. na mal gucken.
Nachtrag:
So war beim Zahnarzt. Nachdem ich gesagt habe, dass ich mir wegen des Krachs etwas unsicher bin, hat die Zahnärztin den Bohrer mal angemacht und an einen Plastebecher gehalten. Dann ist mir die Lust vergangen und ich bin wieder gegangen..
Ich habe mir jetzt in Berlin einen Beratungstermin bei einem Zahnarzt geben lassen, der mit Lasern bohrt. Laut Telefonauskunft ist das auch nicht leise, weil die Zahnsubstanz quasi durch Verdampfen abgesprengt wird. Dennoch pfeift es natürlich nicht und vibriert auch nicht bis zum Ohr. Ich halte euch auf dem Laufenden...
Wurde jemand schonmal am Zahn gelasert?
Beitrag geändert von PeterS (30-12-2016 12:58:52)
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Wasserstandsmeldung:
Ich war beim ersten Laserzahnarzt. Diese Laser sind wohl recht teuer, daher fühlt man sich auch eher wie beim Autoverkäufer. Es wird einem alles mögliche angedreht, natürlich haben alle Zahnärzte davor geschlampt, überall sind Löcher, die man schnell bearbeiten muss..
Ich suche also weiter.
Vielleicht gibt es noch Zahnärzte, die Löcher von Hand ausschaben? Das Instrument heißt Exkavator und wird in Entwicklungsländern häufig statt Bohrern eingesetzt.
Habe schon zwei weitere Termine.
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So ich war bei einem seriösen Laserzahnarzt und ich kann es sehr empfehlen.
Der Laser ist zwar ziemlich laut, allerdings überträgt sich dieser Lärm kaum über den Schädelknochen, sodass es mit Ohrstöpseln + Kapselgehörschutz absolut erträgt ist. Ich habe mich vorher reichlich belesen und herausgefunden, dass Bohrer und Turbinen Zähne in Schwingungen bei um die 5kHz versetzen, wodurch das schrille und durchdringende Geräusch im Kopf entsteht. Laser erzeugen je nach Impulsstärke ca. 250 Hz mit einer mehr als 100fach geringeren Amplitude. Das Polieren der Füllung ist das Lauteste. Zudem tut es kaum weh, man braucht keine Spritze und die Qualität soll nicht schlechter als bei Bohrern sein. Zudem wird der Zahn mit Lasern auch sterilisiert. Und egal ob Bohrer oder Laser: Man kann immer fragen, ob der Zahnarzt unterhalb des Zahnschmelzes die Karies manuell auskratzt. Da jeder Zahnarzt Laserausstattung ohne viel Ahnung kaufen kann, sollte man einen suchen, der Laserzahnmedizin studiert und nicht nur einen Crashkurs besucht hat.
Ich hoffe, das hilft jemandem mit Zahnproblemen und Tinnitus, mich hat das echt lange beschäftigt und ich bin nun ziemlich glücklich, eine Lösung gefunden zu haben.
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